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Bärlauch

Allium ursinum

Bärlauch – ein Frühlingsbote aus dem Wald

Der Bärlauch gehört zu den ersten Wildkräutern, die im Frühjahr sprießen. Man findet ihn vor allem in feuchten Laub- und Auwäldern, wo er dichte, grüne Teppiche bildet. Mit seinem charakteristischen Knoblauchduft kündigt er den Beginn der Kräutersaison an und wird wegen seines würzigen Aromas und seiner gesundheitsfördernden Wirkung geschätzt.

Anbau und Ernte

Bärlauch lässt sich auch im eigenen Garten gut kultivieren, sofern der Standort seinen natürlichen Bedingungen ähnelt. Er bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze mit feuchtem, humusreichem Boden. Am besten pflanzt man ihn im Herbst oder frühen Frühjahr, entweder durch Aussaat oder durch Setzen von Zwiebeln. Wichtig ist, den Boden gleichmäßig feucht zu halten und den Bärlauch nicht in voller Sonne anzubauen, da er dort schnell welkt.

Die Erntezeit beginnt im März und dauert bis etwa Ende Mai – bevor die Pflanzen zu blühen beginnen, denn dann verlieren die Blätter an Aroma. Geerntet werden die jungen, zarten Blätter, die man am besten frisch verarbeitet oder zu Pesto, Butter oder Suppe weiterverarbeitet.

Geschmack und Verwendung

Bärlauch besitzt einen würzigen, leicht scharfen Geschmack, der an Knoblauch erinnert, jedoch milder und frischer ist. Im Gegensatz zu Knoblauch hinterlässt er keinen unangenehmen Nachgeschmack. Frisch geerntet entfaltet er sein volles Aroma und eignet sich hervorragend zum Verfeinern zahlreicher Gerichte.

Besonders beliebt ist Bärlauch in Pestos, Kräuterbutter, Suppen oder Aufstrichen. Auch in Salaten, Risotto oder selbstgebackenem Brot sorgt er für eine aromatische Note. Da die Blätter beim Erhitzen etwas von ihrem Geschmack verlieren, verwendet man Bärlauch am besten roh oder fügt ihn erst am Ende des Kochvorgangs hinzu.

Gut zu kombinieren

Bärlauch harmoniert hervorragend mit anderen Frühlingskräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Sauerampfer. Auch in Kombination mit Spinat, jungem Mangold oder Wildkräutern wie Giersch und Löwenzahn entfaltet er sein frisches Aroma besonders gut.

In der Küche passt Bärlauch ausgezeichnet zu Eiern, Kartoffeln, Pasta und Reisgerichten. Sein feines Knoblaucharoma rundet außerdem Fleisch- und Fischgerichte ab oder verleiht vegetarischen Speisen eine würzige Note. In Verbindung mit milden Milchprodukten wie Frischkäse, Quark oder Joghurt entsteht eine angenehm ausgewogene Geschmackskomposition.

Mein Erntetipp

Bärlauch sollte am besten am frühen Morgen geerntet werden, wenn die Blätter noch frisch und saftig sind. Wähle nur junge, zarte Blätter, denn sie haben das intensivste Aroma. Schneide sie mit einem Messer oder einer Schere knapp über dem Boden ab, damit die Pflanze weiterwachsen kann.

Achte darauf, beim Sammeln im Wald den Bärlauch nicht mit den giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen zu verwechseln. Ein sicheres Erkennungsmerkmal ist der typische Knoblauchgeruch, der beim Zerreiben der Blätter entsteht. Frisch geernteter Bärlauch sollte möglichst bald verarbeitet oder in einem feuchten Tuch im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Auf einen Blick
Allium ursinum
Waldknoblauch, Wilder Knoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen
Amaryllisgewächse
Europa, Asien
halbschattiger bis schattiger Platz, humusreicher Boden
Lebensdauer
mehrjährig
Blätter, Blüten, Knospen
April bis Juni
weiß
lang gestielt, lanzettförmig, glattrandig mit matter Unterseite, grundständig
März bis Juni
wirkt reinigend, belebend, entgiftend, blutdrucksenkend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend